Freundschaftsikone in München
Es war ein bemerkenswert heller und auch warmer Sommerabend, an dem die Freundschaftsikone in der Jugendkirche München am 04. Juli 2008 zu Gast war. Zum Beginn des Gebetes um 19:00 Uhr schickte die Sonne ihre letzten Strahlen durch die Fenster und ließ die Kreuzikone hell erstrahlen. Im Lauf des Abends übernahmen dann doch immer mehr die Kerzen die Beleuchtung und tauchten ließen in der Jugendkirche die Stimmung aufkommen, die von den Lichterfeiern in Taizé bekannt ist. Die Akustik der Jugendkirche mit ihrem „unendlichen“ Hall tat das ihrige dazu, um die Gesänge auch hinaus auf das Gelände zu tragen, auf dem an diesem Abend mehrere Begegnungen stattfanden: So trafen sich unmittelbar vor der Kirche ehemalige Studenten der Stiftungsfachhochschule zu einem Wiedersehen nach langen Jahren, während weiter hinten im Garten die DJK ein gemütliches Beisammensein hatte.
Die mehr als 50 Teilnehmer des Sommer-Abendgebetes nahmen die Freundschaftsikone als ein Symbol der Verbundenheit über den Kreis der Betenden hinaus, ins Umfeld, aber auch im Bewusstsein, dass wir zwischen den europäischen Jugendtreffen in Genf 2007 und Brüssel 2008 gemeinsam weiter gehen auf dem Pilgerweg des Vertrauens.
Nach dem gemeinsamen Singen setzte sich der Abend auf der Terrasse des KorbiniansHauses fort, bei Brezen und O’batzdem, der von P3 Gastro präsentiert wurde. Und da wir diesmal im Musikensemble eine hervorragende Hackbrettspielerin und einen ebensolchen Gitarristen und Liedsänger hatten, entwickelte sich noch eine richtige kleine Session. Neben Stücken aus spanischen und anderen europäischen Volksmusiktraditionen spielten die beiden auch manch populäres Stück im ungewöhnlichen Sound.
Ein Abend der Verbundenheit und des Gesprächs, quer über die Konfessionen und Altersgruppen hinweg – ein Zeichen des lebendigmachenden Glaubens.
(Bericht und Fotos von Markus Grimm)